Oktober 2013

Herzliche Einladung zur Hubertusmesse
mit dem Parforcehorncorps
„Die Jagdfanfare“
o am Sonnabend, dem 26. Oktober 13
o um 18.00 Uhr
o Bitte geänderte Uhrzeit beachten!
o in der Kirche zu Priort, Priorter Dorfstraße (Gemeinde Wustermark)
Eine Art jagdliches Erntedankfest mit „Messegesang“ der Hörner, die Empfindungen widerspiegeln, wie Ehrfurcht, Kraft, Freude, Ergriffenheit, Freude, Demut, Respekt vor Flora und Fauna sowie Achtung der Kreatur als Teil der Schöpfung.
Durch das Programm der Hubertusmesse
nach evangelisch-lutherischer Liturgie führen:
Pfarrer Dr. Bernhard Schmidt aus Groß Glienicke &
7 Bläser des Parforcehorncorps aus Nordstemmen/ LK Hildesheim
Einlass ab 17.30 Uhr:
Es erwartet Sie heißer Kaffee oder Tee, ein deftiger Imbiss & kleiner Sektempfang zu Ehren unserer Pfarrerin Heike Benzin, die für ihr 15jähriges Dienstjubiläum im Pfarrsprengel Wustermark gewürdigt wird, in einer mit dem GRÜN der Wälder geschmückten Kirche.
Es wird freundlichst um Spenden
für den baulichen Erhalt unserer Priorter Kirche gebeten.
Auf viele Gäste und gute Gespräche freut sich
Ihr Kirchbau- und Kulturförderverein Priort e. V.
Die Hubertuslegende / Kurzfassung
Wie der Name sagt, handelt es sich um eine Legende, nicht um eine absolut wahre Begebenheit. In der Legende werden historische Ereignisse und Dichtung gemischt, viele der Inhalte liegen Jahrhunderte zurück und können nicht mehr exakt nachvollzogen oder gar bewiesen werden. So auch in der Hubertuslegende.
Hubertus wurde gegen 656 als ältester Sohn des Herzogs Bertrand von Toulouse geboren. Seine Jugend verlebte er in Paris am Hofe des Frankenkönigs Theoderich III. Von Theoderich III von Burgund wurde er später zum Pfalzgrafen erhoben. Er verheiratete sich mit Floribana von Löwen. Der Ehe entstammte ein Sohn namens Floribert, der später Nachfolger des Hubertus auf dem Bischofstuhl von Lüttich wurde.
Hubertus war ein leidenschaftlicher Jäger. Als er sich eines Sonntags, nach anderer Legende an einem Karfreitag, auf der Jagd im Ardenner Walde verirrte, erschien ihm ein Hirsch, zwischen dessen Geweihstangen ein glanzumstrahltes Kruzifix stand.
Gleichzeitig soll ihn eine Stimme ermahnt haben, seinen rücksichtslosen und kreaturverachtenden Weg zu verlassen.
Er gab das Jagen auf und widmete von nun an sein Leben nur noch Gott.
Bischof Lambert von Maastricht weihte Hubertus später zum Priester.
Als der Bischof Lambert 708 starb, wurde Hubertus vom Papst Sergius zum Nachfolger eingesetzt.
Hubertus verlegte danach seinen Bischofsitz nach Lüttich.
Im Jahre 727 starb Hubertus.
Es spielt das Parforcehorncorps „Die Jagdfanfare“ zum Hubertusgottesdienst.
Bereits im Mittelalter war es Brauch, am Hubertustag (s. November) oder vor einer Jagd eine Messe zu Ehren des heiligen Hubertus zu lesen und seinen Beistand zu erbitten.
Die Kirchen wurden mit Grün der Wälder und dem Zeichen des heiligen Hubertus geschmückt.
Statt dem damaligen Chor oder der Orgel, übernahmen dann später die Jagdhörner die liturgische Musik.
Eine Reihe von Melodien der Hubertusmesse ist von Frankreich her überliefert. Die einzelnen Musikteile der großen Hubertusmesse sind eingebettet in den liturgischen Ablauf des Gottesdienstes.
Eine Hubertusmesse ist auch eine Art jagdliches Erntedankfest.
Jägern, die einen Teil unserer Schöpfung und Werte in die Hände gelegt wurden, haben die Pflicht mit unseren Ressourcen sorgfältig umzugehen. Dies gilt für Flora und Fauna. Mit Respekt und Achtung vor der Kreatur und dem Schöpfer wird heute gejagt.
Die Hubertusmesse hat sich im Laufe des 17. Jahrhunderts entwickelt.
Die Melodien sind in Frankreich und Belgien entstanden – hauptsächlich in Frankreich und führen uns in die Jahre 1750 bis 1720 zurück.
Bekannte Fanfaren, wie die von Dampierre, und Neuschöpfungen wurden zu einer liturgischen Musik zusammengestellt.
Die ersten Handbücher erschienen um 1880.
Unter dem großen Eindruck, den die Hubertusmessen hinterließen, entstanden in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg, ab ca. 1965, Parforcehorngruppen, die diese Messen mit einem Gottesdienst besonders feierlich gestalteten.
Auch heutzutage wird die Messe, wie vor ca. 300 Jahren, auf Parforcehörnern ohne Ventil geblasen. Die so nur mit Luft- und Lippenkraft erzeugten Töne sind die so genannten „Natur“ – Töne. Sie geben dem Parforcehorn ihren unverwechselbaren Klang, der die Atmosphäre erahnen lässt, die Mensch und Natur bei der Jagd verbindet. Der „Messgesang“ der Hörner spiegelt Empfindungen wider, wie Ehrfurcht, Kraft, Freude, Ergriffenheit und Demut.
Tradition und Brauch wurde bis heute erhalten und wird uns auch in Zukunft erhalten bleiben.